Blog-Archiv / Blog Archives  -  Tag / Day 11 bis 20


02.07.2016

Tag 20  -  Lake Wilderness Campground - West Point - 103 - J40 - Bonaparte - Bentonsport - J40 - Lebanon - Bloomfield Cobblestone Motel

Statistik: 118 km, ca. 20 Grad, ganztägiges Regenwetter, leichter Seiten-  bzw. Rückenwind. 5 Liter Wasser bzw. Gatorate, Tee, Kaffee, Bier und genug gegessen.

 

Abfahrt vom Lake Wilderness Campground

Obwohl ich dem angekündigtem schlechten Wetter zuvor kommen wollte, hatte mich dieses bereits beim frühen Zeltabbauen und zusammenpacken kurz nach 6 Uhr voll erwischt. Also erst einmal im Zelt alles zusammengepackt und anschließend das klatschnasse Zelt. Los ging´s dann schon kurz vor 7 Uhr und die erste Hundeattacke um kurz nach sieben. Nur weil der Farmer seine beiden Hunde zurückgepfiffen hatte gab es kein Blutbad. Ich hätte sie nämlich gemeuchelt so sauer war ich. Ohne Frühstück losgefahren und dann gleich so was.

 

Frühstück gab es dann an der Tankstelle mit Shop in West Point, ein kleines verschlafenes Nest, was mit der berühmten Offizier Schule der USA Army aber nichts zu tun hat. Die nächsten beiden Orte waren dann schon wesentlich interessanter. Zunächst der Ort Bonaparte. Hier hatten viele Häuser und Läden noch den Charakter aus den Jahren 18xx. Mir hat das sehr gut gefallen. Ich war dann auch im Dorfladen einkaufen, keiner der typischen amerikanische Supermärkte. Hier gab es all das was die Leute am Land wirklich brauchten und sich auch leisten konnten. Bei Obst und Gemüse überwiegend auch einheimisches. Das ging schon damit los das man die Eingangstüre selber aufmachen musste, dabei ein ganzer Glockenbündel bimmelte und die Inhaberin einem ein fröhliches "Morning" zurief. Das hatte aber auch, mit den für mich, zum Teil seltsamen Publikum zu tun.

 

Schöne Begegnungen mit netten Leuten

Als ich in Bonaparte ankam und mich orientieren wollte, wurde ich von einen etwas seltsam gekleideten aber durchaus freundlichen lustigen Herrn angesprochen. Da er einen langen dichten Bart trug, habe ich ihn gleich einer dieser vielen religiösen Gruppierungen zugeordnet, habe mir aber darüber keine weiteren Gedanken gemacht. Wir unterhielten zunächst über meine Reise, dann über mein Herkunftsland Deutschland. Plötzlich antwortete mir Mike Jordon, wir hatten uns mittlerweile vorgestellt, in einem gut verständlichen Deutsch mit Schweizer Akzent. Auf meine Frage woher er es denn so gut sprechen könne, antwortete er mir, dass er sich sehr viel mit deutschen Bibeltexten und Liedern beschäftigen würde. Außerdem wäre es die Sprache seiner UrUrUr...Vorfahren, welche 17xx hier eingewandert wären. Er war ein netter und auch witziger Gesprächspartner. Nach unserem Gespräch, ging er über die Straße und stieg in seine Kutsche, welche unter einem Baum stand. Mike Jordon war nämlich ein Amisch. Ich glaube, ich stand erst einmal mit offenen Mund da. Das war wirklich wie im Fernsehen, schwarzes Pferd und diese schwarze Kastenkutsche. Mir war das gar nicht aufgefallen in dem Regen. Auf dem kleinen Markplatz waren extra Balkengeländer an denen die Amisch ihre Pferde festbinden konnten. Später habe ich dann noch weitere Kutschen und Amische gesehen, die auch in dem Dorfladen einkaufen gingen in welchen ich war. Die sind absolut in den Alltag der "normalen" Leute mit integriert. Eine interessante Erfahrung für mich. (Siehe auch Bilder des Tages)

 

Die nächste schöne Begegnung fand im nächsten Ort Bentonsport statt. Nachdem ich den ebenfalls historischen Ort und die tolle Brücke über den Des Moines River (der hatte mal eben fast Rheinbreite, obwohl ich den noch nie gehört habe) überquert habe, was nur zu Fuß oder eben mit dem Fahrrad ging, traf ich ein nettes Ehepaar.

 

Kurz nach der Brücke sah ich ein interessantes altes historisches Schulhaus, was ich auch sofort fotografiert habe. Ich hatte meine Kamera gerade wieder weggepackt, da kam ein Auto angefahren, welches in das große Grundstück, welches das Schulhaus umgab einfahren wollte. Die Frau stieg aus und sprach mich an, wenn ich bessere Fotos machen wolle, sollte ich mit reinkommen. Dieses Angebot nahm ich neugierig wie ich bin, natürlich gleich einmal an. Die beiden, Paula und Tom O´Donnell, gaben sich gleich einmal für ein Fotoshooting her. Anschließend luden sich mich auch noch zur Besichtigung dieses historischen Hauses von innen ein. Paula erzählte mir, dass ihr Vater diese Schule nach der Schließung 1960 gekauft hatte und sie ihre Kindheit darin verbracht hatte. Dann stand es längere Zeit leer bzw. wurde als Atelier benutzt (ihr Vater war Maler) und mittlerweile benutzen Paula und Tom es zumindest wieder an Wochenenden und renovieren das Haus gerade von Grund auf. Siehe hierzu auch Bilder des Tages. Schließlich luden Sie mich noch zu einer Tasse Tee ein, was ich bei diesen Sauwetter auch gerne annahm und wir hatten noch ein angenehmes Gespräch. Einzige Bedingung von ihnen war, dass ich mich in das Gästebuch, was sie angelegt haben eintragen solle was ich natürlich gerne gemacht habe.

 

Ich hatte dann noch eine 60km Regenfahrt vor mir, welche mir aber gar nicht so schlimm vorkam, obwohl es zusätzlich nun wieder ständig auf und ab ging. Ich durchfuhr dabei den wunderschönen Lacey Keosauqua State Park. Nach diesen über 1000km Farmland war das alles sehr viel abwechslungsreicher als Sweet Corn und Soja Beans. Außerdem hatte ich nachfolgend noch 3 weitere Hundeangriffe. Ich habe zwar immer noch keines, beginne aber langsam zu zweifeln ob ich da, wenn ich es einmal habe, mit meinem Döschen Pfefferspray sehr weit kommen werde.


Da ich eigentlich den ganzen Tag über klatschnass von innen und außen war, hat mir meine Frau schon mal ein Motel in Bloomfield herausgesucht in welchen ich nun hübsch warm und trocken sitze, meine ganzen Sachen einschließlich Zelt trockene, Blog schreibe und Bier trinke. Stichwort Bier. Ich mit meinen 55 Jahren, musste der Dame im General Dollar Supermarkt doch meinen Ausweis wegen dieser einen Dose vorlegen. "Das wäre Gesetz". Das sind so diese verwirrenden Alltagserlebnisse im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

 

Da mir morgen noch einmal ein ganztägiger Regentag bevorsteht, trinke ich jetzt meine Dose Bier aus und mache Schluss für heute. Dafür schlagen für Euch morgen gleich mehrere Tage Blog ein, da ich diese wegen der fehlenden WLAN oder sogar Mobilverbindungen nicht früher losgeworden bin.

Statistics 118 km, 73 miles, about 20 degrees celsius,  68 degrees Fahrenheit, rained, lighter side or tailwind. 5 liters of water or Gatorade, tea, coffee, beer and eaten enough.

 

Departure from Lake Wilderness Campground

Although I tried to get started early to stay ahead of the bad weather that had been announced, despite breaking down camp and packing up around 6 am, bad weather had fully caught up with me shortly after 6 am. I packed all my gear inside the tent and then I had to pack the soaking wet tent. I headed out shortly before 7 am, and I encountered my first dog attack shortly after seven.  Only because the farmer called back his 2 dogs, there was no bloody massacre.  I was so pissed off after starting out in the rain without breakfast and being instantly attacked, that I think I would have killed both dogs.

 

I had breakfast at the gas station which also a store in West Point, a small sleepy town which has nothing to do with the famous military academy of the United States Army. The next two places were much more interesting. First, the place Bonaparte. Here many houses and shops still have the style of the 1800s.  I liked it very much.  I ended up replenishing supplies at a local country store, not like on of the typical large American supermarkets. It had everything that the people here actually need and also at prices that one can afford.  The fruits and vegetables are mainly from local areas.  Just entering the store was different in that one has to open the door themselves which caused a lot of bells to chime and the owner shouted a cheerful "morning". The customers were very interesting to me.

 

Beautiful encounters with nice people

When I arrived in Bonaparte and wanted to orientate myself, I was approached by a friendly and very funny gentleman who was dressed a little strange. He wore a long thick beard and I immediately placed him into one of many religious groups and didn't think more of it.  We talked first about my trip and my home country Germany.  Suddenly Mike Jordon was now talking to me in easily understandable German with Swiss accent. When I asked where he learned to speak it so well, he told me that he deals a lot with German bible texts and songs. It is also the language of his great great great ancestors who immigrate to this area in the 1700s.  He was a very nice and witty interlocutor. After our conversation, he walked across the street and got into his horse pulled carriage, which was parked under a tree. Mike Jordon is an Amish man. I suspect I stood there with my mouth wide open.  That was really just like you see on TV.  Black horse and this black box carriage which I had not noticed before in the rain.  At the small market place was a special beam for the Amish to tie their horses. Later I saw more carriages and Amish who went shopping in the village shop where I was. They are absolutely integrated in the everyday life of the "regular" people.  It was an interesting experience for me. (See photos of today) 

 

The next pleasant encounter took place in the next town of Bentonsport. After I visited this also historic place I crossed a large bridge over the Des Moines River where I met a very nice couple.  I had never heard of this river before and it was almost the width of the Rhein River at home. You can only cross the bridge by foot or bicycle. 

After I crossed the bridge I saw an interesting old historic schoolhouse and I took a photo of it immediately. I had just put my camera away when a car drove up onto the large plot which surrounded the schoolhouse. A woman got out and approached me, stating if I wanted to take better photos, I should come with them.  Of course, curious as I am, I accepted the offer.  Both Paula and Tom O’Donnell made time for a photo shoot. Subsequently, they also invited me to visit this historic house from inside. Paula told me that her father had bought this school house after its closure in 1960.  She had spent her childhood there. Then it stayed empty for a long time and was used as a studio (her father was a painter) .  Now the old school house is being used at least on the weekends. Paula and Tom are renovating the place from scratch. See the photos of today. They invited me in for a cup of tea, which I gladly accepted as the weather was miserable and we had a nice conversation. The only condition was for me to make a note into their visitor’s log which naturally I enjoyed doing.

 

I still had 60 km (32 miles) of riding in the rain ahead of me.  But this didn’t seem so bad to me, even though the roads were going up and down constantly.  I rode through the beautiful State Park of  Lacey Keosauqua State Park. Having just seen farm land, for the past 1000 km (621 miles) this scenery offered more of a variety than sweet Corn and soy beans. Oh yeah, subsequently I encountered 3 more dog attacks. I still have not been able to purchase pepper spray.  I am also slowly beginning to doubt whether I would have been able to mitigate a dog attack, had I had pepper spray.

 

I was wet inside and out from riding in the rain all day. My wife was able to locate a Motel in Bloomfield where I am now dry and cozy and warm.  I am drying my gear and updating this blog while drinking beer. Speaking of beer…..  I am 55 years old. The cashier at the Genera Dollar Supermarket, asked me to show my ID in order for her to sell me a can of beer.  She stated “it is the law”.   Yes, those are some of the bewildering experiences in the land of opportunity.

Tomorrow promises to be another day of non-stop rain. So I will finish my beer and call it a day.  You should be able to catch up on my blog for the past few days.   I was not able to update it earlier due to lack of internet or cell phone connection.



01.07.2016

Tag 19  -  Galesburg East Campground - 150 Knoxville - Galesburg- Cameron - 1800 N – Monmouth - 164 - 135 - Kirkwood - 1600 N - Biggsville - 34 - State Border I

Statistik:  127 km, ca. 26 Grad, sonniges schönes Wetter, leichter Seiten-  bzw. Rückenwind. 5 Liter Wasser bzw. Gatorate und genug gegessen.

 

Abfahrt vom Galesburg East Campground

Aus meiner geplanten Abfahrt um 8 Uhr wurde nichts, weil ich mich mit John Reed gleich noch einmal verquasselt habe. Aber er war so ein angenehmer Gesprächspartner, dass war´s mir wert. Ich habe dann gleich im nächsten Ort Knoxville noch ausgiebig gefrühstückt bevor es dann richtig losging.


Die Wind und Wetterverhältnisse waren heute ideal. Ich hatte ständig Seiten- oder sogar Rückenwind und konnte ganztägig bis kurz vor Schluss ein gutes Tempo fahren. Die Stadt Galesburg habe ich nur durchfahren, weil ich nicht gleich wieder Pause machen wollte. So toll was hergegeben hat die aber auch nicht. Pause gemacht habe ich dann in der Stadt Monmouth, wo ich wieder einmal vergeblich nach diesen Pfefferspray gesucht habe. Dafür habe ich aber frisches Obst und neue Müsli-Riegel eingekauft. Die nächsten 40km bin ich dann bis auf ein paar Trinkpausen durchgefahren, weil ich endlich den Mississippi sehen wollte. Davon waren die letzten 10km vor der großen Brücke extrem gefährlich zu fahren, weil der Seitenstreifen komplett weggefallen ist und es einspurig, mit starken LKW-Verkehr in beiden Richtungen war. Mir war gar nicht wohl dabei und die Truckfahrer hatten mit mir sicherlich auch keine Freude. Zudem war der Highway 34 noch ein einen erbärmlichen Zustand. Kurz vor dem Mississippi gab es noch ein paar schöne Streifen Auwälder und Totwasserarme.

 

Brücke über den Mississippi

Die war eigentlich gar nicht so gewaltig. Gerade an dieser Stelle bei der Stadt Burlington ist der Fluss sehr schmal und nur ungefähr 500 Meter breit. Davor und danach aber weit mehr als 1 km, das war schon sehr beeindruckend. Zumal er von hier bis zu seiner Mündung bei New Orleans ja noch ein paar Kilometerchen inklusive einiger Zuflüsse hat. Die Stadt Burlington wollte ich mir zwar etwas genauer anschauen, habe das dann aber sehr schnell aufgegeben, da die bebauten Hänge wohl sehr schöne Straßenzüge hatten, aber mit dem Fahrrad absolut keinen Spaß gemacht hätten. Grund dafür waren die enormen Steigungen wie in San Francisco und das mit einem Fahrrad, welches ohne mein Gewicht mehr als 50Kg wiegt und somit hat Sightseeing sofort einen ganz anderen Stellenwert.


Ich habe stattdessen dafür eine sehr ausgiebige Pause mit Kalorienaufnahme gemacht.

 

Weiterfahrt zum Lake Wilderness Campground

Von den knapp 35km die es bis dahin hatte, konnte ich die ersten 25km wieder locker abspulen. Dann aber hatte wieder der Sofanavigierer zugeschlagen. Die letzten 10km hatten dafür reine Schotterpiste mit extremen Steigungen und Abfahrten und das nachdem man durch 1000km Farmland wieder etwas verweichlicht wurde. Aber langweilig war´s dafür nicht. Der Campingplatz selber liegt landschaftlich super reizvoll auf einen Berg, hatte mit Dave Brobston und seiner Lebensgefährtin wieder kompetente und freundliche Betreiber. Die Anlage selber ist in sehr guten Zustand, allerdings ohne Shop, WLAN oder Mobilfunkkontakt. Wie ihr in den Bildern des Tages sehen könnt, haben die Benutzer in ihren riesigen Wohnmobilen vermutlich alles mit. Und von so einem CCC wie mich, kann kein Shop überleben.

 

Die Bilder des Tages

zeigen die beiden Campingplätze. Vergleich ist hier schwierig, weil total unterschiedliche Konzepte. Ein bisschen die unterschiedliche Landschaft. Eindrücke aus den durchfahrenen Städten, natürlich die Brücke und den Mississippi und dessen Damm. Hier habe ich die Kamera extra höher gehalten, damit man den Müll, welcher dort herumlag nicht gesehen hat. Leider hat mich meine Strecke gleich wieder aus dem Mississippi-Tal herausgeführt. Das war´s leider schon.

 

Blog und Bilder kommen mit einem Tag Verspätung, weil die digitale Infrastruktur hier einfach nix zuließ.

Statistics 127 km, 79 miles, about 26 degrees, 79 degree Fahrenheit, sunny beautiful weather, slight lateral or tailwind. 5 liters of water or Gatorade, food: enough.

 

Departure from Galesburg East Campground

So much for leaving at 8 am. I ended up chatting with John Reed again.  But he is such a nice person to talk to that it was worth leaving later. I stopped for an extensive breakfast in the next town of Knoxville and then the days trip really started.

 

The weather conditions were ideal today. I had either tail or sidewind which lasted until almost the end of the day.  I only passed through the city Galesburg, because I did not want to take a break so soon. It didn't look like  there was anything worth seeing.  I took a break in the town of Monmouth, where I once again searched in vain for pepper spray. But I shopped for fresh fruit and new granola bars. Over the next 40km (25 miles) I only took a few breaks to drink, I was anxious to see the Mississippi. The last 10km (6 mi) were extremely dangerous to ride on, because before the big bridge the shoulder completely disappeared, it was only 1 lane with heavy truck traffic in both directions. I was not comfortable with that, and the truck drivers I am sure had their share of "joy" with me, too.  In addition, highway 34 was in pathetic condition. Shortly before the Mississippi, there were a few nice sections of riparian forests and dead side arms of the Mississippi.

 

Bridge over the Mississippi

It really was not spectacular at all.  Especially at this section in the city of Burlington, the river is very narrow and only about 500 meters (1640 feet) wide. Before and after this section it was 1 km wide (3280 ft) which was very impressive considering the river has a few more side arms running into it between here and New Orleans where it gets even bigger. I wanted to check out the town which was on a hillside a bit more. The streets were beautiful but the terrain like you would find in San Francisco. But this is not much fun on a bike when hauling 110 pounds, not counting my own body weight.  Instead I opted for a very expansive breakfast and calorie intake.

 

Drive to Lake Wilderness Campground

Of the nearly 35km (22 mi) I had left to go, the first 25 km (15 mi)  were easy. But then I was reminded again of having planned this route while laying on the couch, not looking an topographical maps.  The last 10km (6 mi) were nothing but gravel roads with with extreme climbs and descents which were somehow effeminate after riding 1000km through farmland. But I was not bored. boring was it not for that. The campsite itself is very inviting and beautifully located on a  mountain. My hosts were Dave Brobston and girlfriend who were very competent and friendly operators. The area itself is in very good condition, but no shop, Wi-Fi or cell phone access. As you can see from the photos of today, the campers show up in huge RVs and carrying everything with them. So if somebody like me, a CCC shows up, no shop can survive.

 

Today's photos

show the two campsites. Comparison is difficult to make because of totally different concepts. A bit different landscape. Impressions of the towns I passed through today. Of course, the bridge and the Mississippi and its dam. Here I aimed the camera a bit higher so that you cannot see the garbage that was lying around. there not seen. Unfortunately, my route took me out of the Mississippi Valley. And that is it for today. 

 

Blog and photos will be posted a day later as I have no access to Internet.



30.06.2016

Tag 18  -  Wenona - 17 - Lacon - Sparland - 29 – Chillicothe - Truitt Road - 90 - Princeville - 90 - 78 - Laura - 78 - 150 - Galesburg East Campground

Statistik: 124 km, ca. 22-26 Grad, bewölkt, Regen, dann schönes Wetter, leichter Seiten-  bzw. Gegenwind. 6 Liter Wasser bzw. Gatorate und genug gegessen.

 

Die Fahrt heute

Abfahrt vom Americas Best Value Inn in Wenona nach ausgiebigen Frühstück um 8:30. Das Motel selber war nicht schlecht, es lag nur im nirgendwo, direkt an der Ausfahrt des I39. Dort haben Sie dann wahrscheinlich ein Maisfeld geopfert, zwei Tankstellen, einen Subway, einen Burger King und eben dieses Motel hingebaut. Für meine Zwecke war es aber ok.

 

Der Tag fing sonnig an, leider war dann nach drei Kilometern "Schluß mit Sonne" ich bin dann direkt in eine Schlechtwetterzone hineingeradelt. Immerhin nach 35 Kilometern weiterer Agrarmonokulturen bin ich dann in das Tal des Illinois-River bei der Ortschaft Lacon hinunter gefahren. Eigentliche eine schöne Ortschaft. Nachdem man erst einmal den Randbereich hinter sich gelassen hat. Es beginnt mit den Autohäusern, hier im Farmland mit John Deere, erst dann die Autohäuser, richtig einladend. Ich fand ein schönes Café  "The Coffee Hub" für mein zweites Frühstück und bekam meinen ersten richtigen Cappuccino in einer Porzellantasse, seit meiner Abfahrt in New York.


Anschließend bin ich über die Brücke des Illinois-River geradelt. Obwohl man von der Brücke eine tolle Aussicht hatte, war es für mich unmöglich zu halten und Bilder von oben zu machen. Das wäre wirklich lebensgefährlich gewesen, da der Verkehr einfach zu stark war und keinerlei Seitenstreifen oder Haltebucht vorhanden war. Ich bin dann noch einmal ein Stück zurückgelaufen um wenigstens von der Seite ein paar Bilder zu schießen. Dieser Fluß hatte schon Ausmaße der unteren Donau kurz vor Wien, da frage ich mich schon, wie breit der Mississippi sein wird, welchen ich morgen erreichen und überqueren werde. Der Übertritt wird gleichzeitig auch der Übertritt in den nächsten Bundesstaat Iowa sein.
Nachdem ich zunächst einmal erst die Brücke des Illinois-River überquert habe, folgte ich den nächsten 20 Kilometern dem Flusstal, welches sofort eine wesentlich interessantere Vegetation aufzuweisen hatte als das Farmland. Irgendwann musste ich aber wieder raus aus dem Tal, denn ich wollte ja weiter nach Westen. Und schon war´s wieder vorbei mit Abwechslung, es begann wieder Farmland und noch dazu auch noch zu regnen. Dieser Regen hat mich dann mehrere Stunden begleitet und hat erst gegen Ende meiner Tagestour wieder aufgehört.

 

Galesburg East Campground

Den habe ich erst kurz nach 17 Uhr erreicht, mich hat´s vorher nämlich noch geschmissen. Ein saublöder Fehler, wie das immer so ist. Ich wollte mal wieder eine Trinkpause machen und sah ein vermeintliches Asphaltstück neben dem Highway in das ich mit Schwung reingeradelt bin. Pech war, das es leider kein Asphalt, sondern nasse schwarze Erde war, was man aber erst ganz kurz vorher sehen konnte. In diesen schwarzen Schlamm bin ich dann auch sofort stecken geblieben und nicht mehr aus den Klickpedalen gekommen. Beim Umkippen haben die Packtaschen aber alles abgefangen, so dass ich mir nicht weh tat. Glück im Unglück war, niemand hat´s gesehen (das hätte mir echt gestunken) und nix ist kaputt gegangen.


Nun zum Campground, einer von den wirklich guten. Er liegt ruhig aber nicht abseits. Kein Halligalli und super ordentlich geführt. Der Shop und der angrenzende Nebenraum ist urgemütlich mit Bildern, Büchern, Zeitschriften und einem Billard ausgestattet, nicht wie die anderen mit lieblosen elektronischen Spielautomaten an denen ehe keiner sitzt. Die Waschräume inklusive die Laundry sind in Bestzustand. Der Inhaber John Reed, war mir irgendwie gleich sympathisch, kurz bevor ich duschen gehen wollte, kam er noch einmal an meinen Zelt vorbei und hat gefragt, was ich den Essen möchte, ich müsse doch Hunger haben. Er fragte mich ob etwas mit Fleisch ok wäre, was ich bejahte. Als ich mit den Duschen fertig war, stand schon alles gedeckt auf meinen Picknicktisch neben dem Zelt und zwar auf Porzellanteller mit richtigem Besteck Inklusive Salz- und Pfefferstreuer aus Glas. Siehe auch Bilder des Tages. Das hatte John oder seine Frau selber gemacht. Als ich mit ihm abrechnen wollte, erklärte er ich wäre eingeladen, wer durchs Land radelt.....(schon wieder dieser CCC-Bonus) Wir haben uns dann noch lange unterhalten und dabei festgestellt, dass wir in vielen unserer Anschauungen, sei es Sport, Politik, Umwelt, Familie, Natur, etc.  ähnlich lagen. Kurz ein Typ mit dem man gerne ein Bier oder mehrere trinken möchte. Gutes Gespräch und schöner Tagesausklang und ein Follower mehr, hoffe ich.

 

Bilder des Tages

Einige sind wieder selbsterklärend wie die Brücke und der Fluß. Ein paar Ortschaften mit Namen aus der Familie und den Bekanntenkreis. Das Schild Baumarbeiten, fand ich witzig nach so vielen Kilometern ohne Bäume. Angesprochen hat mich auch das Mahnmal mit dem Suizid der Soldaten. Außerdem noch Bilder des Campgrounds, des Cafés, der Beschriftung der unterschiedlichen Gen- oder Chemiebehandelten Maissorten.


Werner Dippold hat die Bilder des Tages ein wenig aufgeräumt und übersichtlicher gemacht und mein Schwesterherz hat fleißig übersetzt. Pfefferspray habe ich immer noch keines, dafür aber ist der Tip von meiner Großen gut, so wird`s klappen. Ich setze das Spray auch aus der rosa Dose ein, wenn es denn sein muss.

Statistics: 124 km, 77 miles, about 22-26 degrees C, 75 degrees F, cloudy, rain, then good weather, lighter side and headwinds. 6 liters of water or Gatorade, food enough.

 

Today's ride

After a hearty breakfast, a departed from Americas Best Value Inn in Wenona at 8:30 am. The motel itself was not bad. It was located in the middle of nowhere, just off junction of I39. I suspect, somebody sacrificed a corn field to build two gas stations, a Subway, a Burger King and the hotel I stayed in which for my purposes was ok.

 

The day began sunny. Unfortunately after 2 miles the sun went away and I was riding directly into a bad weather zone.  Eventually, after 35 kilometers (22 miles) of more agricultural monocultures, I rode down into the valley of the Illinois River into the town of Lacon. Actually a beautiful village ones you make it through the outskirts of town.  The beginning of the town had an auto mall, including a John Deere dealership, we are in farm country.  All gave a very welcoming feeling.  I found a really nice Cafe "The Coffee Hub" where I had my second breakfast of the day and for the first time since I left New York, a Cappuccino, in a  real porcelain cup! 

 

Then I biked across the bridge of the Illinois River. Although the view of the bridge was awesome,  it was impossible to to stop to take a photo.  It would have been too dangerous because of heavy traffic and absolutely no shoulder or turn out areas. After I crossed the bridge, I parked the bike and walked back a little to at least get a few shots from the shore. For comparison, the river here was the size of the Lower Danube shortly before Vienna.  I am already asking myself how wide will the Mississippi be?  I will be reaching and crossing the Mississippi tomorrow which will also be my crossing into the State of Iowa. After crossing the Illinois River,  my route took me along the shore of the river for the next 20 km or 12 miles, the landscape and vegetation changed and became much more interesting than crossing farmland.  But at some point I had to get out of the valley, because I needed to continue westward. Yep, and that was the end of the interesting vegetation. The landscape turned into farmland again and it it began to rain.  The rain kept my company until the end of my tour for today.

 

Galesburg East Campground

I did not arrive until short past 5 pm. Before I reached the campground I had a little accident, I fell.  It was a stupid mistake. Isn't it always the case.  I stopped to take a break for a drink of water.  I saw what I took for a little piece of asphalt next to the highway and I rode toward it. Unfortunately, what looked like pavement to me, turned out to be black mud in which I got stuck immediately. I was unable to get my shoes out of the clip pedals and my bike and I tipped over.  The saddle bags absorbed the fall. I did not get hurt and nothing broke.  On a good note nobody saw it happen (that would have stunk).

 

About the campground. This one is one of the really good ones. It is quiet but not to far out. Not a lot of hoopla and it is managed super neat.  The store as well as the adjoining room is very cozy.  There are pictures, books, magazine, a pool table.  Not like the other campgrounds with loveless electronic game machines which nobody is using anyway.  The showers and laundry facility are in excellent condition. I liked the owner John Reed right from  the start.  I was just getting ready to head to the shower area, John came back to my tent and asked what I want to eat stating surely,  I must be hungry. He wondered whether anything with meat in it would be ok. I gladly accepted with a yes. When I got back to my campsite after showering, there was a nice plate of food waiting for me on my picknick table, served on real china with cutlery including salt and pepper shakers.  See also photos of the day. John or his wife must have cooked for me themselves.  When I wanted to settle accounts with him, he said I was his guest, somebody who bikes through the USA........ (again this CCC bonus).  We then talked for a long time and discovered that many of our views, either sports, politics, environment, family, nature, etc. were similar.  Long story short, a very nice guy, the type that you would not mind sitting down with to have a beer or a few more. We had a good conversation and perhaps I have a new follower of my blog, I hope.

 

Todays photos

Pretty self-explanatory. The bridge and the river. A few villages with names of family and acquaintances. I found the sign "tree work"  humorous after so many miles without trees.  Something about the memorial for soldiers who committed suicide resonated with me.  Also a few images of the campgrounds, the cafes, the labeling of the different genetic or chemical treated varieties of corn.

 

Werner Dippold who is managing my blog, has cleaned up the photos of the day and made it a little easier to access. My sis continues to help with translation into English. I still have not purchased pepper spray. But the advise of my older daughter is good and I will look for the spray in other places, even if I end up with a spray in a pink can if all else fails.



29.06.2016

Tag 17  -  South KOA Campground - Kankakee - 17 - Dwight – Wenona, Americas Best Value Inn

Statistik: 147km, ca. 30 Grad, meist sonniges Wetter, leichter Seiten-  bzw. Gegenwind. 7 Liter Wasser bzw. Gatorate, Bier und genug gegessen.

 

Noch mehr Statistik und Infos

Ich habe mir gestern mal meine Webseitenstatistik angesehen. Für Euch als Leser, es schauen sich jeden Tag mehr als 80 verschiedene User meinen Blog an. Vielen Dank dafür, auch für die bisher nur positiven Kommentare und die Personen, welche das für mich machen inklusive der Übersetzung. Danke Werner und Manuela. Heute habe ich sogar eine E-Mail von Kyle Macken bekommen. Wer das ist? Ich kenne ihn auch noch nicht. Ich weiß nur das er Professor in Washington D.C ist, auch gerne Fahrrad fährt und ich seinen Vater letzte Woche vor dem Aldi getroffen habe und ein gutes Gespräch mit ihn hatte. Er hat mir angeboten, falls ich einmal Hilfe bräuchte, könne ich mich gerne an ihn wenden. Lieber Kyle, vielen Dank für die nette E-Mail und dieses Angebot.

 

Die Fahrt heute

Auf Grund der großen Strecke bin ich schon kurz nach 8 Uhr losgefahren. Da die Windverhältnisse für mich nicht schlecht waren, erreichte ich schon kurz nach 9 Uhr die Stadt Kankakee. Hier habe ich nochmals ausgiebig gefrühstückt um das Defizit von gestern aufzuholen. Danach machte ich mich auf die Suche nach einem Waffengeschäft. Es gab jedoch nur eines in akzeptabler Nähe und das hatte noch geschlossen. Mein zweites Zwischenziel war die Kleinstadt Dwight, welche zwar wieder kein Waffengeschäft hatte, dafür aber eine Brauerei mit Gaststätte. Also habe ich mir hier ersteinmal ein frisch gebrautes im eiskalt vorgekühlten Glaskrug servieren lassen. Das war richtig lecker. Dazu habe ich noch ein paar hausgemachte Spezialitäten ausprobiert, welche auch super geschmeckt haben. Auf der Suche nach einem Supermarkt und dem Waffengeschäft habe ich fast eine Stunde verloren. Waffengeschäft gab´s hier nämlich keines. Das habe ich auf meiner weiteren Fahrt noch verflucht, denn heute lief mir wieder, dieses Mal ein deutscher Schäferhund hinterher, in der Absicht mir in die Wadeln zu beißen.


Die Fahrt selber war heute reines Kilometer bolzen. Links und rechts neben mir nur wieder Monokulturen entweder Sojabohnen oder Mais, nur das er aus welchen Gründen auch immer, hier in Illinois schon wesentlich höher steht als in Indiana. Das Land selber ist absolut flach und nahezu baumlos und in dieser Umgebung bin ich heute über 140 km geradelt. Da tue ich mir auch schwer, besondere noch nicht gezeigte Bilder zu machen.

 

Die Bilder von heute

zeigen wieder Maisfelder und Sojabohnenfelder (jetzt weiß ich´s ja), vorbeifahrende Züge, was bei uns Graf, Feser und Co heißt, heißt hier im Farmland der USA "John Deere", Bier im eisgekühltem Glaskrug, ein paar Eindrücke aus der Stadt Dwight, die lieben Truckfahrer beim Nachtanken und einen alten Kampfbomber, welcher vor meinen Motel auf dem Parkplatz steht. Dazu gibt´s auch eine Geschichte, welche ihr aber selber übersetzen müsst, siehe Bild.

Statistics: 147km, 91 miles about 30 degrees, 86 degrees Fahrenheit, mostly sunny weather, lighter side and headwinds. 7 liters of water or Gatorade, beer. Food:  enough.

 

Some more statistics and info

Yesterday I finally took a look at my website's statistics. For you as a readers,  it looks like about 80 different users are following my blog. Thank you also for the so far only positive comments and the persons who help me with the blog, including the translation. Thanks Werner and Manuela. Today I even received an email from Kyle Macken. Who is that? I do not even know him. I only know that he is a professor in Washington D.C., also likes to ride bicycle and I met his father last week before the Aldi store and that I had a good conversation with him. He offered to me to contact him if I find myself in a situation where I need help.
Dear Kyle, thanks for the nice email and your offer.

 

The ride today

I set off shortly after 8am because today, I planned on covering a long distance.  The wind conditions were not bad, and I reached the city of Kankakee shortly after 9 am.  Here I consumed a massive breakfast to make up for the food deficit from yesterday.  Then I started to look for a gun shop. However, there was only one shop within an acceptable distance and that one was closed.  My next intermediate objective  was the town of Dwight. There was no gun shop in Dwight, however, I found a brewery which had a restaurant. The first thing I ordered was a beer which was served ice cold in a pre-chiles beer mug. That tasted so good.  I also ordered a few specialties of home made food, which was also delicious.  I lost about 1 hour while looking for a gun shop and a supermarket.  There was no gun shop in Dwight. Later on I cursed that fact because ones again, I got chased by a dog. This time a German Sheppard who had every intention to take a bite out of my calves.

 

The ride itself was all about covering distance and miles. To the left and right of me,again nothing but monocultures either soybeans or corn. I noticed for what ever reason, but the corn here in Illinois has already grown much taller then the one I saw when passing through Indiana.  The land itself is completely flat and almost treeless and this is what it looked like for more than 140 km all day.   This was pretty difficult on me, especially difficult is trying to take photos of something I haven't already taken a photo off before.

 

Today's photos

Shown again are cornfields and soybean fields (now I know what soy looks like), passing trains. Here in the farm land of the USA, the brand "John Deer" here is the equivalent to "Graf, Feser and Co" at home. Beer in chilled glass mug.  A a few impressions from the city of Dwight, the lovely truck drivers during refueling and an old airplane bomber, which is in the parking lot in front of my motel. There is a history that comes with this airplane, but you will need to translate yourself - see photo.



28.06.2016

Tag 16  -  Little Creek Campground - Rensselear - 144 - Morocco - State Border IN/IL - Beaverville - Kankakee South KOA Campground Illinois

Statistik: 94 km, ca. 23 Grad, meist wolkiges Wetter, ganztägiger starker Seiten-  bzw. Gegenwind. 5 Liter Wasser bzw. Gatorate und heute auf jeden Fall mangels Infrastruktur zu wenig gegessen.

 

Noch kurz ein paar Worte zum Little Creek Campground.

Er ist unleugbar in die Jahre gekommen. Die neuen Betreiber Jimmy und seine Frau, sowie befreundete Handwerkerkollegen unterstützen bei den anstehenden Renovierungsarbeiten. Die elektrische Installation ist schon wieder in guten Zustand. An der Infrastruktur der sanitären Einrichtung muss jedoch noch Hand und Geld angelegt werden. Dieses Defizit machen die beiden jedoch mit absoluten guten Kundenservice und Engagement derzeit wett und arbeiten was sie nur können. Ich wünsche den beiden dabei viel Glück und habe mich sehr gut betreut gefühlt.

 

Die Fahrt heute

Die erste und einzige Stadt heute war Rensselear, wenn man die Stadt Morocco mal außen vorlässt. Ansonsten dominierte wieder das freie und flache Land. Neben der Vielzahl an Farmen, sind die Dörfer durchwegs sehr ärmlich ohne Infrastruktur, viele verfallene Häuser und aufgegebene Läden. Heute hatte ich zumindest in sofern Glück, als das ich den Wind die meiste Zeit von der Seite abbekommen habe, nur ca. 20 km der Strecke musste ich wieder frontal gegen den Wind ankämpfen. Diese aber hatten es schon wieder in sich.

 

Der Höhepunkt in dieser trotzdem schönen landwirtschaftlichen Gegend, war die Fahrt durch ein Waldgebiet, welches auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen war. Das war in dieser Gegend, welche überwiegend baumlos ist, schon etwas besonderes. Gerade am Ende dieses Waldgebietes war dann auch die Staatsgrenze zu Illinois. Das war aber absolut enttäuschend, denn gezeigt hat mir das nur mein Navi. Kein Schild, nichts. In dieser Gegend durch welche ich gefahren bin, kam auch absolut niemand für die nächste Stunde vorbei. Es gibt also nur mein Fahrrad, welches an dieser Straßenkreuzung im Naturschutzgebiet steht. Die nächste Ortschaft war dann Beaverville und die war nicht nur absolut ärmlich sondern auch schon wieder 15 km von der Grenze entfernt.

 

Am Kankakee South KOA Campground Illinois angekommen, musste ich erst einmal meine Uhr um eine Stunde zurück stellen, da hier jetzt die CST (Central Standard Time) gilt. Laut meinen Unterlagen hätte das schon in der Mitte von Indiana sein sollen, aber vermutlich war mein Plan falsch, denn danach gerichtet hat sich keiner. Ich habe mir also die erste Zeitzone von den dreien, welche ich mir erradeln möchte, geschafft. Wieder ein sehr schönen Campground, nur dass ich heute das Pech habe die absoluten Oberassler als Nachbarn zu haben. Ich hoffe mal das die Nacht friedlich bleibt. Für morgen ist jedenfalls Motel geplant, da es dort wo ich morgen sein möchte, keinen Campground in akzeptabler Nähe für mich gibt.

 

Zu den Bildern des Tages

Diese zeigen wieder die aufgeschnappten Eindrücke neben der Strecke. Den Beginn der Weizenernte, das beschriebene Naturschutzgebiet. Eine Eisdiele neben einer Autowaschstraße und Tankstelle. Hier habe ich ein schönes Gespräch mit der älteren Inhaberin und ein sehr gutes Eis dazu gehabt. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass dies dann auch mein Mittagessen gewesen ist. Ein paar Bilder aus Beaverville, die ganz ärmlichen Ecken habe ich mich gar nicht fotografieren trauen. Die Leute schämen sich nämlich zum Teil.

Statistic: 94 km, 58 miles,  ca. 23 Grad, 73 degrees Fahrenheit, mainly cloudy, strong side and head wind. 5 liters of water and Gatorade. Food: too little due to lack of infrastructure.

 

A few words  about Little Creek Campground.

Undeniably, the campground has seen better days.   The new owners Jimmy and his wife, with support of their craftsmen friends are working on renovations.  The electrical installation is already in good condition.  The bathrooms and rest of infrastructure will require more money and work.  The two make up for the deficit with incredible customer service, and they are putting a lot of effort into remodeling.  I wish both best of luck for the future and I have felt very comfortable and taken care off during my stay.

 

The ride today

The one and only city I have seen today was Rensselaer if I disregard Morocco and the suburb. Otherwise the landscape was dominated by wide open spaces and a large number of farms.  The villages are consistently very poor with no infrastructure, many dilapidated houses and abandoned stores. At least today I got lucky and that most of the time, I only encountered side winds. There was only a small stretch of 20 km (12.5 miles) where I was fighting head winds. 

 

The highlight of today's ride through this beautiful rural area, was the ride through a wooded area, which was a designated nature reserve. To come across this section of wood in an area which is typically without trees, was something special. At the end of the trail coming out of the wooded area, I was already at the border of Illinois.    This was quit disappointing. There was no sign or anything to let me know that I am now crossing into Illinois. I only knew because my Navigator.
I took a photo of the bike in the middle of the intersection where the border was supposed to be. Then I didn't see a soul for the next hour. The nearest village was Beaverville which was absolute impoverished and about 15 km away from the border.

 

After my arrival at Kankakee South KOA Campground Illinois, I set my clock back by one hour because I am now in the time zone of CST (Central Standard Time). According to my records, the time changed should have been in the middle of Indiana. Perhaps this information was incorrect.  This campground is very nice. But I have the misfortune to camp right next to a total redneck. I just hope it stays peaceful tonight. Tomorrow night I plan on staying at a motel because there is no campground in the area.

 

Photos of today

Again these are a snap shot of various impressions of todays route.  The beginning of the wheat harvest, the nature reserve I mentioned.  An ice cream parlor next to a car wash and gas station. Here I had a nice conversation with the elderly owner and a very good ice cream.   In retrospect, it turned out the ice creme was also my lunch. A few photos of Beaverville.  I did not dare to take photos of the extremely poor areas as the I sensed that some people are embarrassed.



27.06.2016

Tag 15  -  Rochester - Super 8 Motel - Winamac - Little Creek Campground südlich von Rensselear

Statistik: 102 km, ca. 33 Grad, angenehmes sonniges Wetter, ganztägiger starker Gegenwind. 8 Liter Wasser bzw. Gatorate und Bier

 

Super Fahrt wäre es gewesen,

wenn entweder der Wind nicht gewesen wäre oder ich von West nach Ost unterwegs wäre. Zweimal "wäre" kann schon nix sein. Heute hat der Wind mal meine Moral auf die Probe gestellt. Für die Rohloff-Fraktion meiner Leser. Der Gegenwind war so stark, dass ich ganztägig obwohl das Gelände wieder flach war, nicht über die Gänge 6-9 herauskam. Das ging dann ganz schön auf die Beine, welche niemals eine Ruhepause wie bei Bergabfahrten und dergleichen hatten.


Eine nette Erfahrung heute war auch eine Luftvollbremsung. Wie das geht? Nun im Gegenverkehr überholen sich zwei Mack-Trucks, welche dann als beeindruckende Wand auf dich zukommen. Ich habe mich auf meinen kleinen Seitenstreifen auch relativ sicher gefühlt, bis deren Luftwelle mich traf, danach war ich von meinen ohnehin mickrigen 15 km/h auf nahezu Null. Die zwei Truckfahrer hatten bestimmt ihren Spaß dabei. Unterwegs wurde ich bei einer Pause am Highway 14 von einen anhaltenden Kleinlasterfahrer angesprochen, ob ich denn Hilfe brauche. Der Fahrer, der Farmer Jeff Hoffmann (schon wieder deutschstämmig) gab mir dann gleich einmal praktische Farmkunde mit auf dem Weg, natürlich schon wieder mit deftigen Händeschütteln. Ich hatte nämlich seit gestern immer wieder überlegt um was für eine Pflanze es sich wohl handelt, welche sehr oft über kilometergroße Felder angebaut wurde. Seht ihr auch in Bilder des Tages. Nun es handelt sich um Sojabohnen. Die hatte ich als Pflanze so noch nicht gesehen. Das fertige Produkt daraus kenne ich so nur in der Kaffeemilch meiner Frau.


Ansonsten hatte ich heute schon wieder zweimal Hundeangriff und ich bin immer noch nicht bewaffnet, weil ich heute nur durch eine Kleinstadt kam in welcher ich nix gefunden habe. Aber die Aufrüstung ist fest geplant, da gehe ich nicht mehr von ab.

 

Abfahrt vom Motel Super 8

nach ausgiebigen Frühstück, Plausch und Fotoshooting mit John und seiner Frau. John ein ausgesprochener Deutschlandfan, wusste sehr gut Bescheid über Land und Leute. Als er mich dann aber auch noch über Wagner ausquetschen wollte habe ich Reißaus genommen und Zeitprobleme vorgeschoben, denn da war ich dann wissensmäßig blank. Dazu stehe ich aber auch.

 

Little Greek Campground

wieder sehr schön gelegen, mit der bisher schlimmsten Infrastruktur. Aber die Betreiber waren dafür sehr rührig. Die Frau hat mir gleich einmal ein Abendessen gebrutzelt, dass ich fast geplatzt wäre. Später ist sie noch einmal mit dem Auto vorbeigekommen ob denn noch was fehlen würde. Da habe ich ihr gesagt, dass ein Bierchen jetzt noch eine feine Sache wäre. Auf Campingplätzen in USA gibt es oder darf wahrscheinlich kein Bier verkauft werden. Ich habe zumindest noch nie eines im Shop gesehen. Sie ist jedenfalls gleich an ihre Privatbestände (oder die ihres Mannes) und wollte mir drei Flaschen zustecken. Höflich wie ich bin, habe ich aber nur eine angenommen. Jetzt beim Blog schreiben ärgere ich mich, ich habe nämlich immer noch Durst und die zwei Fläschchen mehr wären mit verdampft.

 

Bilder des Tages

Wieder nur landwirtschaftliche Bilder. Ihr werdet denken - Maisfeld geknipst, dass hatten wir doch schon. Nun ich hatte hierbei versucht die Maisbeugung durch den Wind einzufangen. Kurze Zeit später bekam ich aber sogar einen Windsack vor die Linse. Überall große Silos in welchen die ganzen landwirtschaftlichen Produkte ein- oder zwischengelagert werden. Ansonsten hier gibt´s auch viel Armut oder Verfall. Die schicken Häuser wie in New Jersey oder Pennsylvania sind hier seltener zu sehen.

Statistics: 102 km, (62 miles) about 33 degrees (91 degrees F), pleasant sunny weather, all-day strong headwind. 8 liters of water or Gatorade and beer

 

It could have been a super day,

if my trip would go from the west coast to the east coast and if it had not been for the head wind. Two "could haves" did not manifest a super ride.  Today was a day which challenged my attitude.  For Rohloff fraction of my readers: the headwind was so strong that even though the terrain was flat, I was not able to shift into higher gears than 6-9.   This was very exhausting on my legs which never got a break as one does when riding hilly terrain, where at least you get a break riding downhill.

 

Today I had the very "amusing" experience of being stopped by air.  How does this work you ask?  Well, I have 2 Mack trucks coming toward me from the opposite direction. One is passing the other.  Both are approaching me as one solid wall. I was feeling relatively save riding on the shoulder, until I got hit by the air wave. Then my already measly speed of 15 km/h was  reduced to zero.  I am sure those 2 truckers had their fun with me.   Later on, as I stopped for a break on Highway 14, a farmer, Jeff Hoffman (again German descent) stopped and asked if I needed help.   He explained the agriculture in this area and what crop I had been looking at before he send me on my way with a very hearty handshake.   Ever since yesterday I was wondering what kind of plant it was that I have been seeing. It turned out to be soy bean.  I had never seen soy before and I only know the product because my wife uses it for milk in her coffee.

 

Otherwise worth mentioning is that today I was again attacked 2 more times by dogs.   I still don't have any protection such as pepper spray, which I cannot seem to find in small towns.  But I definitely have every intention on making this purchase as soon as the opportunity comes.

 

Departure from Super 8 Motel

After a very substantial breakfast I had a chat and photo shoot with John and his wife. John is an outspoken fan of Germany. He was very well informed about our country and its people.  But when he changed the subject to Wagner, I mentioned time issues and escaped as I have zero knowledge about Wagner which I don't mind admitting.  I stand by it.

 

Little Greek Campground

While it was very nicely located, it had the worst infrastructure, ever.  But the owners were super nice.  The woman ended up cooking so much food that I felt I will burst out of my seams.  Later on she drove by my site in her car and asked if there is anything else I need.  I had mentioned that a beer now would be a really fine thing. The campsites in USA apparently are not allowed or don't sell beer.  At least I have not seen any shop at campgrounds selling beer. The wife came back with 3 bottles of beer. Polite as I am, I have only accepted one. But now that I am writing on my blog I regret that I did not accept the other 2.  As thirsty as I still am, those 2 additional bottles would have "evaporated" in no time.

 

Photos of today

Again only images of local agriculture.  You are probably thinking photos of cornfields ? Didn't we see that already? I was trying to capture how windy it was by trying to get a picture of how much the corn was bending from the wind.  A short time later I even got the opportunity to take a photo of a windsock. Everywhere large silos in which the agricultural products are being stored in. Otherwise I noticed a lot of poverty and decay.  Rarely do you see chic house like you would in New Jersey or Pennsylvania.



26.06.2016

Tag 14  -  Indian Springs Campground - 205 - Columbia City - South Whitley - 14 - Silver Lake - Akron - Lakeview Campground Barr Lake - Rochester - Super 8 Mote

Statistik: 132 km, ca. 33 Grad, sehr hohe Luftfeuchtigkeit, drückendes Wetter, starker Seiten- und Gegenwind. 7 Liter Wasser bzw. Gatorate.

 

Die Fahrt heute
Abfahrt vom Indian Springs Campground schon vor 9:00 Uhr. Habe sogar in der Eile vergessen Bilder davon zu machen. Leider waren heute ganz andere Bedingungen als gestern. Das hatte zum einen mit der Strecke zu tun, die eigentlich wieder hügelig wurde wie in Pennsylvania und mit dem starken Wind, welchen ich heute mal blöderweise von vorne oder schräg seitlich abbekam. Außerdem hatte ich heute mit der Schwüle Probleme. Mir fiel einfach jeder Kilometer schwer. Ich war ja aufgrund der Wettervorhersagen deshalb so früh gestartet um möglichst viele Kilometer bis zu den angesagten Gewittern zu schaffen. Das erste hat mich dann auch kurz nach 11 Uhr vormittags bereits erwischt. Zum Glück war ich gerade im Stadtgebiet von Columbus und wollte mir deshalb gleich noch einmal ein verspätetes Zweitfrühstück reinziehen. Nur fand ich nichts. Nachdem ich zweimal durch den Ort geradelt war, sah ich eine Sportbar unter dessen Namen ich mir nichts vorstellen konnte. Hinein schauen konnte man auch nicht, aber es gingen ständig Leute heraus und herein. Das es schon zu regnen anfing ging ich einfach mit herein. Und innen drin brummte das Geschäft. Da waren schon alle Leute beim Mittagessen wie bei uns in der Fränkischen. Das Essen und der Service waren gut, nur war darin für mich überhaupt keine Atmosphäre. Aber den Leuten hat`s gefallen. Musste man einfach mal erleben.

 

Pfefferspraykauf
Übrigens lege ich mir bei der nächsten Gelegenheit nun doch ein Spezialpfefferspray, welches auch gegen Bären eingesetzt werden kann zu. Heute hat mich fast so ein großer Rotweiler erwischt. Er ist mir richtig hinterhergerannt und hatte mich fast schon erwischt. Das waren sogar zwei gleicher Größe, nur war der eine zu faul zum rennen. Zu zweit hätten sich mich in die Zange nehmen können. Ich habe ihn dann auf Englisch angebrüllt so laut ich konnte, da hat er abgedreht. Da kommt aber keiner und diskutieren geht nicht - ich habe jetzt auch keine Lust mehr. Ich bin auf einer öffentlichen Straße und bevor diese Viecher mich stoppen und mir die Tour vermasseln, stoppe ich sie. Mit dem schweren Rad habe ich keine Chance große Geschwindigkeit, welche der beste Schutz ist, zur erreichen.

 

Ansonsten habe ich mich einfach von Ortschaft zu Ortschaft weitergequält, immer wieder gegessen und getrunken aber ich tat mir heute schwer. Gegen 17 Uhr ca. 10 km vor dem Campingplatz, kam dann eine sehr dunkle Wolkenformation auf mich zu und ich beschloss vorsichtshalber mal auszuweichen in die nächste Ortschaft Akron, welche zwar nicht auf dem Weg lag, aber weg von dieser Gewitterfront lag. Ich war gerade angekommen, da wurde auch diese Ortschaft vom Gewitter erwischt und die nächsten 90 Minuten ging schon mal nix mehr. Da war wirkliche Land unter. Danach bin ich noch im nachlassenden Regen weitergefahren zum geplanten Campingplatz, welcher nun allerdings 15 Km weg war und nun mittlerweile auch noch dummerweise geschlossen war. Wenn er nicht auch noch furchtbar abgesoffen wäre, hätte mir das nichts ausgemacht. Aber in dieser Nässe und den Dreck, wollte ich nun bereits selber Nass geworden, auch nicht bleiben.

 

Mit Glück nach Rochester
Also habe ich mir die Strecke vom nächsten Tag angeschaut, ob ich das geplante Motel mit der Strecke von morgen verbinden könnte. Ich habe mich dann für die Ortschaft Rochester entschieden, welche allerdings auch wieder knapp 15 km vom Campingplatz entfernt lag. Mittlerweile war es auch schon fast 20 Uhr. Nach 10 Km Fahrt nun wieder auf dem Highway 14 westwärts, kam das nächste Hindernis, Vollsperrung wegen Unfall. Mitten auf dem Highway quer stand Officer Aren Yeargin mit seinem Sheriff-Streifenwagen quer und hat keinen mehr durchgelassen, außer ihr ahnt es schon, mich. Ich habe ihm erst einmal erzählt, dass ich schon 130 km geradelt bin und der Campingplatz auch noch geschlossen war und ich nun unbedingt noch ein Motelzimmer in Rochester bekommen müsste. Mittlerweile war er aber auch neugierig geworden was ich denn so mache mit dieser ganzen Ausrüstung. Als ich es ihm erzählte hatte, hatte ich wieder einen Follower meines Bloges mehr und freie Fahrt. Er meinte zwar das ihn sein Kollege am anderen Ende der Sperrung hassen würde aber das nehme er auf seine Kappe. Und tatsächlich als ich die Unfallstelle passierte, wusste der Kollege schon Bescheid und winkte mich durch. Er war übrigens der erste Polizist den ich gesehen habe, mit zwei Pistolen, je eine links und rechts.

 

Mit dem Motel ging auch alles gut, ich durfte quasi mit dem Rad und voller Montur ohne abzupacken bis zum Zimmer fahren. Auf meine Frage nach einer Waschmaschine, hat July von der Rezeption die Sache gleich selbst für mich übernommen. Perfekt gelaufen.

 

Bilder des Tages
Wieder viel Landschaft nur schon wieder anders. Die großen Flächen sowie das flache Land sind verschwunden. Hauptsächlich dominieren hier kleine Äcker, Vieh- Schweine-und Pferdewirtschaft. Die eine Wiese mit den vielen Hügeln habe ich deshalb fotografiert, weil sie ein bisschen wie das Teletubbiland aussah. Da fehlten nur noch die Plastikblumen und die Hasen. Überschwemmte Felder nach den Regen und die abziehende Gewitterfront. Und Totenehrung der gefallenen Soldaten in USA.

Statistics: 132 km, 82 miles, about 33 degrees, 91 degrees Fahrenheit, high humidity, oppressive weather, strong side and head wind. 7 liters of water or Gatorade.
 
Todays ride

I departed from Indian Springs Campground before 9:00 am. Because I was rushing getting ready to leave, I forgot to take photos of the campsite. Unfortunately, today's conditions were very different from yesterday.  The terrain has become hilly again like I experienced in Pennsylvania. Add to it the strong head and occasional sidewinds and extreme humidity, every mile became a struggle.  I tried to get an earlier start because the weather forecast promised thunderstorms, which indeed had caught up with me by 11 am. So I decided to look for a place where I can have a second breakfast and to get out of the rain. Luckily, I had just gotten to the city of Columbus where I had a hard time to find a place to eat. After I circled the town a second time, I came across a sports bar.  The name didn't mean a thing to me and I was unable to peak inside. However, I noticed a bunch of people walking in and out of this place and because it began to rain again, I decided to stop there. Business inside was booming, just like the  restaurants at home in Little Switzerland (Franconia). The food and service were good. However,  the place was lacking atmosphere. But, apparently the people here like it and it was something one needs to experience at least ones.

 

Pepper Spray purchase

By the way, I decided that I will finally purchase pepper spray, a special kind which will also works if I should encounter bears. Today I was chased by two Rottweilers, one was too lazy to catch up with me but the other one almost got me. If both of them had worked together they could have nailed me.  I yelled at the dog in English as loud as I could, that's when the dog turned away from me. Situations like this don't get solved with discussion and I am in no mood to let this happen again. I am riding along legally on a public road and before these critters stop me and mess up my tour, I will stop them first. I am carrying heavy tires and gear and I have no chance to escape by speed alone.
 
Otherwise the rest of the day was spent struggling along, making it from one village to the next village, eat and keep up on fluids. Todays trip was sheer torture.  It was around 5 pm and I was only 10 km away from the campsite I had planned on staying, when dark clouds were building up and I saw a storm front was coming my way.  The next town was Acron which was not too far away and I decided to head to Akron and try to escape the storm. When I got to Akron, so did the storm and there was not going anywhere for the next 90 minutes.  It felt like doomsday. Ones the storm passed, it kept on raining but I kept on riding toward the campsite I had planned on staying which was still 15 km (9.3 miles) away. By  the time I got there, it was closed, which the closure itself didn't bother me. But it was impossible to stay anyway because the campsite was muddy and flooded. Dirty and soaking wet myself, I didn't want to stay here.

 

With luck to Rochester

I took a look at tomorrows route to see if I can somehow connect today's route with tomorrows so that I might be able to stay at the motel today where I had planned on staying tomorrow. Meantime it was already almost 8pm.  I chose to head to Rochester, which was just under 15 km away. After 10 Km ride on Highway 14 west, what should I encounter - full closure due to an accident. In the middle of the highway was officer Aren Yeargin who was blocking the road with his Sheriff Patrol car. He would not let anybody pass, except .... you guessed it, me!  I told him that I already rode 130 km today (81 miles), about the closed campsite and that I am trying to get to a motel in Rochester.   Meanwhile he was curious about my bags and gear.  I told him about my coast to coast trip and I think I now have another person following my blog. He let me pass through and mentioned that his colleague on the other end is going to hate him for it.  Indeed, when I passed the site of the accident,  the colleague already knew about me and waved me through. He was also the first cop I've seen with two pistols, one each on the left and right side.

 

All went well ones I arrived at the Motel.  I was allowed to take the bike to me room and didn't even have to unpack my gear.  When I asked if the place has a wash machine, July at the reception volunteered to take over.  Awesome, this worked out great.

 

Today's photos

The landscape changed again.  The enormous large and flat areas were replaced by small farms and fields, cattle, pigs and horse industry.  I took a photo of the pasture with the hillside as it reminded me of something I had seen on TV.  More photos of flooded fields after the storm and the retreating storm front. Photos of a memorial site honoring the fallen soldiers.



25.06.2016

Tag 13  -  Bowling Green - Sand Ridge Road - Weston - Sand Ridge Road - 108 -  und diverse andere Country Roads - Brunersburg - Buckskin Road - State Border OH/

Statistik: 153 km, ca. 31 Grad, bestes Radfahrwetter, mäßiger Wind. 7 Liter Wasser und Gatorate. Essen müsste passen.

 

Die Fahrt heute
Start vom Fire Lake Camper Park um 9:00 Uhr. Außer das dieser Campingplatz ein schlechtes WLAN-Netz hatte, war dieser bis jetzt der Beste. Halt, einen Nachteil hatte er noch. Am Seeufer gab es Ochsenfrösche. (Hat mit der Nachbar erzählt) Die müsst ihr mal nachts quicken hören, dass sprengt alles. Die quaken eigentlich gar nicht. So stelle ich mir das grunzen einer Seekuh vor. Da denkt man niemals an einen Frosch. Ich habe persönlich aber keinen (lebendigen) gesehen nur einen überfahrenen. Der würde von der Größe her unsere einheimischen Frösche mit einem Schnapper verschlucken. Aufgrund der guten Wetterbedingungen konnte ich immer einen Schnitt von 20 km/h fahren. Ich war die meiste Zeit auf diesen endlosen geraden Country Roads (CR) unterwegs. Da konnte man einfach vor sich hindüsen und die Landschaft (eigentlich Landwirtschaft) betrachten, hören und riechen. Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Da konnte es schon passieren, dass man eine Stunde keinen Menschen oder kein Auto sah. Das ganze Land ist in Parzellen eingeteilt, wahrscheinlich seit der Siedlerzeit. Die Parzellen haben immer so ungefähr 2 - 3 qkm. Aber man sieht die riesigen Monokulturen, vermutlich auch sehr viele genveränderte Sorten. Die spritzen und düngen hier was das Zeug hält. Die Tankwagen mit dieser Brühe betanken direkt am Feld.

 

Dementsprechend sehen auch die Wassergräben aus. Darin krabbelt nix mehr. Wenn man da reinfällt, kann man durchaus mit leichten Hautirritationen rechnen.

 

Energieverbrauch und Körperkräfte
Da ich heute mit solch einer hohen Geschwindigkeit unterwegs war, habe ich richtig gemerkt, wie die Körperspeicher leer wurden. Ich war immer im Pulsbereich der körpereigenen Fettverbrennung unterwegs < 120 - 130, hatte aber aufgrund der nicht vorhandenen Infrastruktur keine Möglichkeit Energie, sprich Nahrung zu kaufen. Nach drei Stunden Fahrt, mit exakt 60 km, waren die Speicher leer und die Leistung ging rapide herunter. Nach weiteren 13 km habe ich dann endlich wieder eine Stadt in dem Fall mit Burger King erreicht. Ich habe mich noch nie so auf einen Fast Food Tempel gefreut wie heute. Ich habe dann mein Menü als Large bestellt und zusätzlich Cokies und Kaffee. Dann noch einen Kurzbesuch bei Aldi und ein Bündel Bananen und Müsli-Riegel und dann gleich weitere drei Stunden in diesen Tempo.

 

Dummerweise wurde es jetzt wieder leicht hügelig und der Energieverbrauch stieg noch weiter an. Dann halfen auch die Bananen und die Müsli-Riegel nicht mehr weiter und es passierte das Gleiche wie heute Vormittag. Da musste dann noch einmal eine Pizza zwischendurch rein. Aber bis 19.00 Uhr und zwei sehr großen Pausen, habe ich heute meine bisher größte Strecke zurück gelegt. Da heute wieder Samstag ist, spielt sich hier am Indian Springs Campground, genau das Gleiche ab, wie letzte Woche schon beschrieben. Die sind hier alle ganz aus dem Häuschen. Wenn ich morgen Abend, sollte das Wetter es zulassen, meinen nächsten Campingplatz ansteuere ist bestimmt wieder Ruhe und Frieden.

 

Übertritt Staatsgrenze nach Indiana
Der war dieses Mal sehr unspektakulär, dass war nur ein kleines Schild an der Landstraße und dieses Mal wollte auch keiner anhalten. Da habe ich eine Aufnahme mit dem Fahrrad gemacht und ein Selfie mit dem Handy. Ihr sieht's ja dann bei den Bildern des Tages.

 

Bilder des Tages
Die zeigen nur ein bisschen Landschaft (Landwirtschaft) diese Wassergräben, noch ein bisschen Hochwasser von den Unwettern und Hausbadeseen. Manche sind wirklich wie ein Badesee angelegt. Ich denke aber, die haben auf Grund der einsamen Lage auch gleichzeitig die Funktion als Löschwasserteiche. Für morgen sind hier übrigens auch schon wieder Unwetter angekündigt. Mehr (wobei ich fand´s schön) hat das Land heute bildmäßig nicht hergegeben. Bei solch einer Fahrt trifft man natürlich auch keinen

 

Ich fasse mich heute kurz, denn die Moskitos sind hier unerträglich, ich muss ins Zelt.

Statistics 153 km, 95 miles, about 31 degrees, about 88 degrees Fahrenheit, the best cycling weather, moderate wind. 7 liters of water and Gatorade. Food most likely enough.

 

Today's ride.
Start off from the Fire Lake Camper Park at 9:00 am.  With the exception of not having internet, this campsite has been the best, so far. Oh, one other downside. At the shore of the lake there were bull frogs, according to a neighbor. Those frogs are not quacking. No, those frogs sounded like grunting manatee. That noise topped all other noises. You would never guess this noise comes from a frog.  I personally did not see a living bull frog.  I had seen some dead ones on the road.  These bull frogs are so big, they would eat our native frogs at home with one bite. Due to the extremely good weather conditions I was able to ride an an average speed of 20 km per hour  (12.5 mph).  Most of the time I found myself on endless straight Country Roads (CR).  I was able to take in the countryside, the noises and take in the smells. This is exactly how I imagined it.  It was not unusual to not see another vehicle or human for over an hour.  The whole country is divided into plots, probably since the days when settlers got here. Each parcel is approximately 2 - 3 square kilometers, about 1 square mile.  But you see the huge monocultures, probably a lot of genetically modified varieties. Here they spray chemicals and fertilize like crazy. The tankers with this "broth" refuel directly at the field.

 

The irrigation ditches looked accordingly.  You could not find anything alive crawling around.  If you fall into it, I suspect you can count on a slight skin irritation.

 

Energy consumption and body condition

As I was traveling with such a high speed today, it became noticeable how depleted my energy level was. My pulse and body fat burning while traveling was in the range <120-130.  However, there lack of infrastructure, there was no opportunity to buy food and replenish my energy.  After three hours, or 60 km(37 miles), my body's reservoirs were empty and energy level went down rapidly. After another 13 km I finally reached a town which had a Burger King.  I have never looked forward to this fast food temple as much as I did today.  I ordered every item in large size and finished with cookies and coffee. Subsequently I did a little shopping trip to Aldi where I bought a bundle of bananas and granola bars. The next 3 hours I kept pedaling at the same speed as before.

 

Unfortunately, the terrain became slightly hilly again and the energy consumption increased even further. Eventually the bananas and granola bars proofed not to be enough and I ended up stopping for pizza. By the time 7 pm approached even with 2 long breaks, I was able to cover more miles today than on any prior day of my trip. Because today is Saturday again, the same scenario played out at Indian Springs Campground as I had encountered last week.  If the weather plays along, by the time I get to my campground tomorrow, all will turn quiet and peaceful again.

 

Border crossing to Indiana

was very unspectacular. There was only a small sign on the road and this time there was nobody who stopped.

So I took a picture of my bike and the sign and even a selfie which I can find under today's photos.

 

Today's photos

I posted photos of the landscape and agriculture, the water ditches, some areas flooded with water and a house with it's private lake.  Some of these lake are truly man made as for swimming. But I assume they can also be used for retrieving water in case of a fire. For tomorrow the forecast promises more bad weather and storm.  I thought the scenery was lovely but very lonely.  Did not meet anybody today. 

 

I will keep it short for today, the mosquitos are biting like crazy and I will escape into my tent.



24.06.2016

Tag  12  -  Norwalk - Sandusky / Bayshore KOA - Cedar Point - Lake Erie - Castalia- 101 Clyde - Bike Trail - Fremont - Napoleon Road - diverse andere Nebenstreck

Statistik: 143 km, ca. 27 Grad, bestes Radfahrwetter, mäßiger Wind. 5 Liter Wasser und Gatorate. Essen wieder zu wenig.

 

Fahrt vom Econo Lodge Motel nach Bowling Green

 Der Tag heute hat für alles entschädigt was gestern grausam war. Wieder super Wetter, als wäre nie etwas gewesen. Im Motel habe ich noch das für amerikanische Verhältnisse gute Frühstücksbüffet so gut wie abgeräumt und noch ein gutes Gespräch mit Darryl Jones gehabt. Darryl erzählte mir, dass er in jungen Jahren auch einmal eine große Tour durch die USA mit seinem Bruder gemacht hat. Sie fuhren damals allerdings von Salt Lake City nach Los Angeles. Nach ein paar Minuten konnten wir sogar ins Deutsche wechseln, da sich Darryl gute Kenntnisse bei einem zweijährigen Aufenthalt in der Schweiz angeeignet hatte. Um 9:00 Uhr ging´s dann los, die Kilometer aufzuholen, welche ich gestern weggelassen habe. Bereits nach knapp einer Stunde war ich in der Nähe des Erie Lake, aber an sein Ufer zu kommen, wo man Zutritt hatte, gestaltete sich schon schwieriger. Ich fuhr erst auf eine Brücke, welche die Insel Cedar Point mit dem Festland verbindet. Diese Brücke war aber eigentlich für Fahrradfahrer gesperrt und der Verkehr ziemlich stark. Ich habe auf eine Weiterfahrt dorthin dann verzichtet, zumal die Insel von der Ferne betrachtet sowieso ein einziger großer Freizeitpark war. Ich bin dann einfach ein paar Kilometer die Küste lang gefahren, bis ich endlich mal einen Zugang zum See hatte.

 

Das war dann aber eine Enttäuschung. Da gab´s mal einen Schlager in den sechziger Jahren, welchen ich als kleiner Junge immer mitgesungen hatte. Seitdem wollte ich an diesen See. Allerdings dort wo ich dann Zugang hatte, war sogar Badeverbot, weil dort in der Nähe irgendwelche Schmutzwässer eingeleitet wurden. Bei den Bildern des Tages habe ich dieses Schild dann extra herausgelassen. Wenigstens aber ich war dort, da dieser See für mich einen Meilenstein dieser Tour darstellte.

 

Ansonsten war die heutige Fahrt aber der Traum eines Radfahrers. Absolut flaches Gelände und ein gnädiger Wind, meistens von der Seite oder sogar von hinten. Deshalb sind die Kilometer heute nur so gepurzelt, dass hat für alles entschädigt. Im Übrigen war das schon wieder meine letzte Übernachtung im Bundesstaat Ohio. Für morgen ist die Überfahrt in den Bundesstaat Indiana geplant. Ich bin also im Plan. Der Körper macht alles mit, ich fühle mich topfit und bin froh, dass ich mein Projekt jetzt begonnen habe und nicht auf später verschoben habe. Man kann ja nicht alles niederschreiben, aber in meinen Kopf sind alle diese Eindrücke gespeichert - eine tolle wertvolle Zeit.

 

Begegnung des Tages
Beim Mittagessen im Subway Restaurant der Ortschaft Clyde, war das ganze Lokal voller Radfahrer und Radfahrerinnen. Alles junge Leute mit den perfekten Rennmaschinen und einheitlichen Outfit. Diese fahren auch von coast to coast (allerdings von West nach Ost) für eine gute Sache um Geld zu sammeln. Dieses Projekt "Ride For Water" (hier geht es um Zugang für sauberes Wasser für mehr als 660 Millionen Menschen), wird bereits zum vierten Male veranstaltet. Wenn ich das richtig verstanden habe, stoßen aus verschiedenen Richtungen immer wieder Leute hinzu. Da diese auf Rennmaschinen unterwegs sind, sind sie natürlich sehr viel schneller. Außerdem haben sie Begleitfahrzeuge dabei, welche den Gepäcktransport übernehmen. Auf jeden Fall eine sinnvolle Sache und für diese jungen Leute ein super Erlebnis. Ich wurde im Lokal von Katie angesprochen und wir tauschten uns darüber aus was wir denn so machen. Dabei hat sie mir dann von ihrer Projektteilnahme und ich ihr von meinen Lebenstraum erzählt. Dummerweise, ging glaube ich, beim Versand unserer Blogaddressen etwas schief, da ich in meinen versendeten E-Mails leider keine Adresse mehr gefunden habe (Ich denke, ich habe die Mail geschlossen ohne abzusenden). Vielleicht erinnert sie sich jedoch noch an meine. Auf jeden Fall möchte ich die Adressen dieses sinnvollen Projektes in meinen Blog veröffentlichen. Sie lauten:

www.katiemaginnis.wordpress.com

und

www.rideforwater.com

In den Bildern des Tages ist Katie auf jedenfalls mit dabei.

 

Ab der Ortschaft Clyde begann zudem ein wunderbarer Bike-Trail nur für Fahrradfahrer. Super ausgestattet mit Ruhebänken, mobilen Toiletten, Unterständen etc. Dieser hat sich über die nächsten 30 km hingezogen und war aufgrund des Rückenwindes perfekt zu fahren. Unterwegs traf ich dann noch einen Walker, welcher mir gleich wieder einen Tipp gab, wo ich denn umsonst sauberes Wasser in meine Trinkflasche nachfüllen konnte. Also bisher habe ich auf meiner Tour nur nette Leute getroffen.

 

Aufgrund des schönen Wetters und der plötzlichen Preiserhöhung meines geplanten Motelaufenthaltes von 56 auf 119$ habe ich mir dann den Fire Lake Camper Park bei Bowling Green ausgesucht. Jetzt wohne ich heute in super Umgebung für 10$, was will man mehr. In den Bildern des Tages könnt ihr Euch selber einen Eindruck machen. Nachteil, ich kann den Blog und die Bilder erst morgen hochladen, da hier die Bandbreite des WLAN`s zu gering ist.

 

Bilder des Tages
Bei den Bildern des Tages ist auch ein Güterzug dabei, ich habe ihn leider nicht aufs Bild bekommen, da es ein bisschen um die Kurve ging. Laut meinen Fahrradtacho, war er aber länger als zwei Kilometer. So eine Länge geht bei uns in Deutschland meines Wissens nach gar nicht. Um solch einen Zug, voll mit Kohlen beladen zu ziehen, bedarf es aber auch mehr als einer Lok. Weiterhin Bilder der weiten Landschaft, des Bike-Trails, des Campingplatzes, Katie, Lake Erie und anderen Dingen, welche mir wichtig erschienen.

Statistics 143 km, 89 miles, about 27 degrees celsius or 80 degrees Fahrenheit. Best cycling weather, moderate wind. 5 liters of water and Gatorate. Food:  again too little.

 

Drive from Econo Lodge Motel to Bowling Green
Today I was being compensated for all of yesterday's cruelty.  Awesome weather conditions, as if yesterdays down pour had never happened. The motel
had for American standards a decent breakfast buffet of which I pretty much cleared off and I had a good conversation with Darryl Jones. Darryl told me that he
at a young age did a tour through the USA with his brother. Back then they rode from Salt Lake City to Los Angeles. Within a few minutes we were even able to have a conversation in German as Darryl had acquired good knowledge of the German language during his two-year stay in Switzerland. At 9:00 am I left and had to catch up for the kilometers I didn't make yesterday. Within one hour I was already within the vicinity of Lake Erie.  However, to actually be able to get to a spot with access to the lake's shore proved more difficult. First I had to get on a bridge that connects the island to the mainland Cedar Point. There was heavy traffic on the bridge which was also off limits to bicyclists.  I gave up on the idea to visit the island which was nothing but a giant amusement park from what I was able to see from the distance.  I kept on riding along near the shore line until I finally had access to the lake.

 

When I was a little boy in the sixties, there was a song about this lake which I always sang and so I wanted to see the lake. The lake turned out to be quite a disappointment.  When I finally found a spot with access to the lake, I was looking at a sign which stated that bathing was prohibited because there there was waste water draining directly into the lake nearby.

As far as today's photo's are concerned, I purposely decided not to post a photo of the sign.  But I made it to the lake which for me represented a milestone on my trip.

 

Otherwise, today was every cyclist's dream.  Absolute flat terrain and a merciful wind, mostly from the side or even from behind. Therefore, the kilometers are today where just clicking away which made up for yesterday. Incidentally, this was already my last night in the State of Ohio. Tomorrow I plan on crossing into the State of Indiana. So all is well and going according to plan and my body is on board as well.  I feel fit and am glad that I have decided to start my trip now and not to postpone it.  It is impossible to write down all impressions which are stored in my memory bank.  What a wonderful precious quality time.

 

Encounter of the day

I stopped for lunch at a Subway Restaurant in the town of Clyde. The entire restaurant full of cyclists, men and women. All young people with the perfect racing bicycle and matching outfit for the team. They were also riding coast to coast, however from west to east to raise money for a good cause "Ride for Water" a project so 660 million people can have access to clean water.  This is already the 4th time this trip has been arranged.  If I understood this correct, they are going to meet up with others along their trip.  Since they are traveling on racing bikes, of course they are much faster. They also have support vehicles, which take over the transport of luggage. Definitely a worthwhile cause and for these young people a great experience. I was approached by Katie and we chatted about her participation in the good cause project and my life long dream.  We exchanged contact information.  Stupidly I am unable to find Katie's email, I think I closed the email before sending it of.  Perhaps she will remember by blog's address anyway. Anyway, I want to publish the addresses of this meaningful project in my blog. They are:

www.katiemaginnis.wordpress.com

and

www.rideforwater.com

There is one photo of Katie when you take a look at today's photos.

 

After leaving the village of Clyde I found myself on a wonderful trail built just for cyclists. Super equipped with benches, portable toilets, shelters, etc. It went on for  the next 30 km (18.6 miles) and it made for perfect riding condition, especially with tailwind. I met a hiker who gave me a tip where I can replenish my water supply with clean water.  So far I have met nothing but nice people on my trip.

 

Because of the nice weather and the sudden price increase from $56 to $119 at the motel I had planned on staying, I decided to stay at Fire Lake Camping Park in Bowling Green. This is where I am spending the night for only $10 surrounded by beautiful scenery. What more can I ask for.   You can see for your self when checking out today's photos which I will not be able to upload until tomorrow due to very poor internet service.

 

Todays photos

include a photo of a freight train which I was not able to get into the frame in its entirety as it slightly went around a curve. According to my bicyclist's odometer, it was longer than 2 km (1.2 miles). As far as I know none of the freight trains in Germany are that long. In order to move such a long and heavy train loaded with coal, more than one locomotive is needed.  Furthermore, images of the vast landscape, the bike trails, the campsite, Katie, Lake Erie and other things which seemed important to me.



23.06.2016
 Tag 11  -  Aurora Inn Hotel  - 82 - Strongsville - 82 - Nebenstrecken - Oberlin Elyria Rd Oberlin - Kipton - US 20 - Wakeman - Norwalk - EconoLodge Motel

Statistik: 130Km, bis 23 Grad, leichter Gegenwind. Starke Gewitter, Wasserverbrauch 4 Liter. Essen, endlich mal genug.

 

Aufbruch und Fährt vom Aurora Inn Hotel nach Norwalk, Ohio
Da es da auch Frühstücksbüffet gab, habe ich alles gefuttert was nur irgendwie reingepasst hat. Mit so vollen Magen, bin ich bei strömenden Regen auf den Highway 82 abgebogen. Bereits nach 2 km kam jedoch schon wieder eine Umleitung wegen Straßenarbeiten. Nach einer halben Stunde herumirren durch zum Teil Nobelwohngebiete, wie ich sie noch nie gesehen habe, bin ich wieder zum Highway 82 und habe mein Glück versucht. Ich hätte sonst bei diesen Mistwetter einen Umweg von geschätzt 15 km machen müssen. Und wieder einmal, einer der Baggerfahrer auf der Baustelle hat sich erbarmt. Er grinste mich an und sagte: "I don´t see you, drive in the middle and good luck". Ich war wirklich der einzige der hier durch durfte. Kurz noch zu dem Nobelwohngebiet. In einem riesigen Areal von mehreren Kilometern in Hanglage leicht bewaldet, hatte jedes Anwesen seine eigene private Zufahrtsstraße, seinen eigenen Badesee und jedes Grundstück nicht unter 5 - 10.000 Quadratmeter. Die Briefkästen waren vorne an den Hauptzufahrtsstraßen, fast wie kleine Schließfächer in einer Art großes Bushäuschen. Wahrscheinlich fahren die Bewohner dann mit dem Auto die Post holen. Es hat aber so geschüttet, dass ich keine Bilder machen konnte.


Die nächste 60 km waren dann verkehrsmäßig und vom Straßenzustand betrachtet, der reine Horror. So viele Autobahnkreuze, Ampeln und Industriegebiete wie im Großraum Cleveland, hatte ich in New York und Umgebung nicht. Nicht zu vergessen, alles in einen nicht endenden Wolkenbruch, in dem man eh schon schlecht sieht. Ich war durch und durch Naß und wurde auch den ganzen Tag nicht mehr richtig trocken.


Deshalb war mir schon heute Mittag klar, dass ich wieder nicht campen wollte und auch mein Ziel, welches noch knapp 20km weiter gewesen wäre, nicht mehr erreichen konnte und wollte. Denn trotz meiner eigentlich guten Schutzausrüstung, lief das Wasser irgendwann einfach oben rein und unten wieder heraus. So habe ich im Motel die Gelegenheit alles besser zu trocknen. Sylvia hat natürlich wieder für mich gegoogelt und in der Zeit konnte ich weiter Kilometer gut machen.

 

Die letzten Stunden des Fahrtages, waren aber dafür fahrmäßig sehr schön. Keinerlei Anstiege mehr und fast kein Wind, da konnte ich trotz des Gepäcks immer schneller als 20kmh fahren. Am späten Nachmittag habe ich auch noch ein kleines einladendes Restaurant entdeckt und mir mein erstes USA Bier mit einer riesigen Portion Spaghetti gegönnt. Somit musste ich vom Abendessen her gesehen keine Angst mehr haben.

 

Stinktier-Besuch
Hatte ich vergessen, vor ein paar Tagen am Campingplatz kam doch tatsächlich ein Stinktier angetrottet und ist direkt an meiner Bank vorbeigelaufen. Da habe ich mich sofort an die "Wissen macht Ah" Sendung erinnert in welcher dessen Gestank als der siebt schlimmste aller der weltweitbekannten übelsten Düfte definiert wurde. Ich habe daher beschlossen das Tier nicht zu stressen und habe es einfach weiter ziehen lassen.

 

Navigation und Cappuccino-Maschine
Also seit spätestens heute liebe ich mein Navi. Das hat mich super durch dieses Labyrinth an Umgehungsstraßen und Autobahnkreuze geführt, hat den Regen super weggesteckt. Wenn`s bisher mal nicht so funktioniert hat lag´s meist an den "Sofanavigierer". Also keine Sorge, ich vertraue weiter auf die Technik von gestern. Ich könnte mich immer noch ärgern über mein tolles supermodernes Edge 810, welches mir aber ohne BaseCamp-Programm und Computer und ohne USB-Anschluss, hier gerade nichts hilft. Meine Cappuccino-Maschine fahre ich auch schon über 1.000 km spazieren und habe noch keinen einzigen Kaffee getrunken, da ich noch keine passende Kartusche für meinen Brenneraufsatz bekommen habe. Dabei meinten die bei Globetrotter, das wäre keinerlei Problem in USA. Kotz!!! Aber was rege ich mich auf, habe ja meinen Frust schon abgestrampelt.

 

Bilder des Tages
Diese sollen einfach noch einmal die Weite und die Flachheit dieses Staates belegen. Hier herrscht Ackerbau vor, man sieht die abziehenden Schlechtwetterfronten, verlassene Häuser, hier als Tankstelle, ein paar Bilder vom Universitätscampus in Oberlin und mein erstes lebendiges Murmeltier. Ich kam leider nicht näher heran. Ach ja, bei den gestrigen Bilder des Tages war auch eins dabei mit Jeff und seiner deutschstämmigen netten Frau. Ihre Mutter stammt aus Idar-Oberstein und wir hatten ein nettes Gespräch, welches wir mit dem Foto untermalten. Die Eltern der Dame aus dem netten Restaurant von heute Nachmittag waren auch aus Bad Hersfeld. So haben hier viele deutschstämmige Wurzeln.

Statistics: 130km (81 miles), 23 degrees (79 F), slight headwind. Big storm, water consumption 4 liters. Food finally enough.

Departure from Aurora Inn Hotel Norwalk, Ohio

The hotel had a breakfast buffet so I ate as much as I could.  With my belly completely full I merged onto highway 82 in pouring rain. After only 2 km (1.24 miles) tI already faced detours due to road construction.  I spend about half an hour wandering through a very ritzy residential area, more nobel than I have ever seen before, I tried my luck on Highway 82 again. Otherwise I would have to endure a detour of approximately 15 km (9.3 miles) in this Thundershower.  And once again, one of the excavator operator a ran into at the construction zone had mercy. He grinned at me and said: "I don't see you, drive in the middle and good luck". Truly, I was the only one he let through. A few words about the ritzy neighborhood.   In a vast area of several kilometers along a lightly wooded hillside, each estate had its own private road, its own lake and every parcel was the size of 5-10000 square meters (about 1.24 - 2.48 acres). The mail boxes were at the beginning of the main access roads. They looked like small lockers in a sort of large bus shelter. I assume that the residents go by car to pick up their mail.  It was raining so hard that I was unable to take photos.

 

The next 60 km (37 miles) were sheer horror as far as traffic and road conditions go.  The greater Cleveland area had more freeway intersections, traffic lights and industrial areas than I had seen in New York and the surrounding area. And to top it off, it was very hard to see in the never-ending down pour.   I was thoroughly wet and never ended up drying off.

 

Therefore by the time it was noon, it was clear to me that I did not want to camp today and that I would not reach my goal of riding an additional 20 km today. Despite my rain gear, the water trickled in on the  top and ran out on the bottom. So Sylvia (wife) helped out again and while she googled for suitable accommodations, I was able to make up a few more kilometers.

 

The rest of the day made for moderately decent driving conditions. No more hills and almost no wind.  I was able to keep at an average speed of 20 km per hour (12.5 miles) despite carrying all my gear.  In the late afternoon I discovered a small cozy restaurant and treated myself to my first American beer which I had along with a huge portion of spaghetti. Now I no longer had to worry about what to do about dinner. 
 
Visit by a skunk
I almost forgot. A few days ago at a campground I had a skunk trotting by the bench at my camp ground. I recalled having watched a science channel on TV, which identified that the stench of skunk is the seventh worst smell known.  I decided to leave the skunk alone and not to stress the animal out, and it decided to simply move on.

 

Navigation and cappuccino machine
If not before, certainly as of today, I do love my old navigator. It has led me through the maze of detours, intersections and it kept working in the rain.  If it did not work on occasions in the past, it was mainly due to me planning routes while laying on the couch. Fear no more, moving forward I will put my trust into yesterday's technology. I could still get upset when I think about my awesome super modern Edge 810. However, without software a computer and USB port, it is useless.  The Cappuccino machine which was the one luxury item I allowed myself to bring along I have been schlepping along for the past 1000 km without ever having had one cup of coffee because I have not been able to find a suitable cartridge for the burner attachment.  Globetrotter had assured me that it would be no problem to find it in the USA.  Gggrrh. Heck, why do I get myself upset.  I thought I had already gotten all frustration out of my body while pedaling today

 

Today's photos
are simply a demonstration of the large terrain and flatness of the State of Ohio.  Here agriculture prevails. I can see photos of the bad weather front,  abandoned houses and and gas station. A few photos of the University campus in Oberlin and one of my first living marmot. Unfortunately I was not able to get any closer to it.  Oh yeah, included in yesterday's photos is one of Jeff and his German-born very nice wife. Her mother is from Idar Oberstein and we had a nice conversation, which we finished by taken a photo.  The parents of the lady from the nice restaurant this afternoon were from Bad Hersfeld. Many folks here have ethnic German roots.